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Rote Bete – Rübe mit gesunden Inhaltsstoffen

Die Rote Bete ist verwandt mit der Runkelrübe und auch Mangold. Die rote Knolle ist längst nicht mehr nur im Winter beliebt, sondern hat sich aufgrund ihrer gesunden Eigenschaften zu einer beliebten Zutat in Salaten oder auch in Suppen gemausert. Sportler*innen schätzen die leistungssteigernde Wirkung, die vielen Vitamine und Mineralstoffe wirken sich positiv auf den Körper aus.
Besonderheiten
  • roh oder gekocht
  • je kleiner, desto zarter
  • Vorsicht vor Abfärbungen
  • sehr gesund
  • nicht geeignet bei Nierenproblemen
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Rote Bete kann man sowohl roh als auch gekocht verzehren. Je kleiner dabei die Knolle ist, desto zarter ist auch der Geschmack.
  • Die Knolle ist aufgrund ihrer vielen Vitamine und Mineralstoffe sehr gesund und auch bei Sportler*innen beliebt, da ihr leistungssteigernde Wirkungen nachgesagt werden.
  • Die enthaltene Oxalsäure macht Rote Bete allerdings ungeeignet für den Verzehr bei vorhandenen Nierenproblemen. Auch Säuglinge im Alter von weniger als 6 Monaten sollten noch keine Rote Bete zu sich nehmen.

Rote Bete

Rübe aus dem Mittelmeerraum

Die Rote Bete gehört zu den Rübengewächsen und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Vor 2.000 Jahren kam das Gewächs mit den Römern dann nach Europa und verbreitete sich über den ganzen Kontinent. In Deutschland ist die Rote Bete längst nicht mehr nur ein gesundes Wintergemüse, sondern auch wegen ihrer gesunden Wirkung als Heilpflanze beliebt.

Woher die Pflanze tatsächlich ihren Namen hat, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Fest steht jedoch, dass das satte Rot der Knolle erst das Ergebnis von Züchtungen im 19. und 20. Jahrhundert ist. Daneben bestehen bis heute auch Varianten in anderen Farben, die jedoch weit weniger bekannt und verbreitet sind.

Varianten bestehen im Übrigen auch bei der Schreibweise: Der Duden lässt sowohl die Version mit einem also auch mit zwei e zu – Rote Beete und Rote Bete sind also beides richtig.

Tipps für Kauf und Zubereitung der Roten Bete

Rote Bete kannst du im Rohzustand sowohl auf dem Markt als auch im Gemüseregal von Supermärkten finden. Da die Rübe hierzulande vor alle ein Wintergemüse ist, kann die saisonale Verfügbarkeit durchaus eingeschränkt sein. Die erdige Schale schält man vor dem Verzehr in der Regel ab. Handschuhe können hier helfen, Verfärbungen der Hände zu vermeiden. Alternativ kannst du die Rote Bete auch in einer Schüssel mit kaltem Wasser schälen.

Fertig gekochte Rote Bete ist im Supermarkt ebenfalls erhältlich. Diese ist dann entweder in ganzen Knollen eingeschweißt oder in Scheiben im Glas verpackt. Diese Form hat bereits einiges an Nährstoffen eingebüßt und schmeckt etwas wässriger als die frische Knolle, ist jedoch eine einfache Alternative.

Rote Bete schmeckt umso feiner und zarter, je kleiner die Knolle tatsächlich ist. Du kannst sie nicht einfrieren, die Haltbarkeit jedoch durch das Kochen deutlich verlängern. Im Kühlschrank halten sich die Knollen nach dem Entfernen der Blätter und eingewickelt in Papier für bis zu vier Wochen im Kühlschrank. Auch ein dunkler und kühler Kellerraum eignet sich hierfür.

Rote Bete roh verzehren – köstlich im Salat

  • als Carpaccio mit Feta und Nüssen
  • im Salat
  • mit Äpfeln gerieben

Rote Bete kochen – immer mit Schale

Willst du eine ganze Knolle kochen, empfiehlt sich die mittlere bis geringe Hitze. Je nach Größe der Knolle dauert es mindestens 30 Minuten, bis das Gemüse gar ist. Es ist wichtig, die Knolle komplett und mit Schale zu garen, damit sie währenddessen nicht ausblutet. Die Schale lässt sich nach dem Kochen ganz einfach abziehen. Die Vielseitigkeit ist dabei nahezu grenzenlos. Du kannst z. B. zubereiten:

  • Rote-Bete-Suppe
  • gebackenes Gemüse
  • mit Linsen gefüllte Rote Bete
  • Flammkuchen, belegt mit Roter Bete
  • Rote-Bete-Pürree
  • Rote-Bete-Eintopf

Rote Bete backen – Alternative zum Kochen

Neben dem Kochen ist auch das Backen vom Roter Bete im Ofen möglich. Dazu schlage die Knolle in Alufolie ein und backe sie mit etwas Butter und Salz bei 180°C für ca. 30-40 Minuten.

Verwendung der Roten Bete

Rote Bete ist keineswegs nur als Nahrungsmittel beliebt. Das intensive Rot eignet sich auch, um Lebensmittel zu färben. So kommt der Farbstoff E162 beispielsweise bei Heringssalat, Gummibärchen oder auch Marmelade zum Einsatz. Entsprechend ist auch Vorsicht im Umgang mit der Knolle geboten. Verfärbungen an der Bekleidung können hartnäckig sein und auch die Hände zeugen auch lange Zeit nach der Zubereitung noch von der Roten Bete.

Als Nahrungsmittel kannst du Rote Bete sowohl roh als auch gekocht verzehren. Lediglich der hohe Gehalt an Oxalsäure im rohen Zustand lässt erahnen, dass man nicht zu große Mengen der Rübe roh zu sich nehmen sollte.

Rote Bete-Saft selber machen

Rote Bete-Saft ist sehr gesund. Willst du keinen fertig gemischten Saft im Handel erwerben, kannst du den Saft auch ganz einfach selber machen. Für die Zubereitung im Entsafter brauchst du nicht einmal die Schale entfernen. Schneide die Knollen einfach in grobe Stücke und gibst sie in den Entsafter. Um den Geschmack des fertigen Saftes etwas milder zu gestalten, kannst du nach Belieben andere Früchte wie Äpfel, Karotten oder auch Ingwer hinzugeben.

Ohne Entsafter benötigst du einen Mixer, in den du die geschälten und möglichst klein geschnittenen Knollen hineingibst. Füge etwas Wasser hinzu und püriere alles für mehrere Minuten. Presse den Saft anschließend durch ein sauberes Tuch, um die gröberen Stücke hinaus zu filtern. Natürlich kannst du auch hier nach Belieben Apfel- oder Karottensaft hinzugeben.

Rote Bete in Essig einlegen

Neben dem Kochen kannst du die Haltbarkeit auch durch Essig verlängern. Dazu brauchst du für 4 Gläser:

  • zwei Kilogramm frische Rote Bete
  • 375 Gramm Zwiebeln
  • Lorbeerblätter
  • Weinessig
  • Salz, Zucker

Als erstes koche die Knolle für ca. 30 Minuten, bis sie gar sind. Anschließend schäle sie und schneide sie wie auch die Zwiebeln in Stücke. Schichte die Zwiebeln und die Roten Bete in Gläser und gib je zwei Lorbeerblätter hinzu. Koche anschließend 1 Liter Wasser mit 500 ml Weinessig, 2 EL Salz und Zucker und gib die Flüssigkeit über die Roten Bete. Vor dem Verzehr sollten die Rüben mindestens zwei Tage durchziehen und sind rund 3 Monate haltbar.

Die gesunde Wirkung der Roten Bete

Die Rübe eignet sich hervorragend für eine kalorienarme Ernährung. 100 Gramm enthalten lediglich 40 kcal und 9 Gramm Kohlenhydrate. Daneben sind große Mengen Vitamine und Mineralstoffe vorhanden.

AngabeWert
Brennwert175 kJ/41 kcal
Wasser86,2 g
Eiweiß1,5 g
Fett0,1 g
Kohlenhydrate8,4 g
Ballaststoffe2,5 g
Kalium407 mg
Eisen890 µg
Vitamin B122 µg
Vitamin B242 µg
Panthotensäure130 µg
Vitamin B65 µg
Folsäure83 mg
Vitamin C10 mg
Oxalsäure181 mg
Natrium60 mg
Calcium15 mg
Magnesium20 mg
Phosphat45 mg

Die Vitamine sind beispielsweise gut für Augen, die Haut und den Stoffwechsel, Wachstum und Zellteilung oder sie stärken das Immunsystem. Daneben ist Vitamin E enthalten, das eine antioxidative Wirkung hat und den Körper vor freien Radikalen schützt. Natrium und Kalium stärken die Muskelleistung und wirken sich positiv auf den Herzrhythmus aus, Magnesium beeinflusst den Zellstoffwechsel und Phosphat ist wichtig für den Energiestoffwechsel der Zellen.

Rote Bete steigert die sportlichen Leistungen

Studien deuten sogar darauf hin, dass der regelmäßige Verzehr von Roter Bete die sportliche Leistung nachhaltig steigern kann. Hierfür sind höchstwahrscheinlich die Nitrate verantwortlich, die über die Düngung in den Boden und anschließend in die Knolle gelangen.

Bei Nierenproblemen: Vorsicht vor Nitrat und Oxalsäure

Das Nitrat birgt allerdings auch ein Risikopotenzial, da Nitrat unter bestimmten Umständen im Körper in Nitrit umgewandelt werden kann, das bei Säuglingen dazu führen kann, dass der Sauerstofftransport im Blut unterbrochen wird. Zum anderen ist durch die chemische Reaktion von Nitrit mit anderen Substanzen die Bildung von Nitrosaminen möglich, die sich in Tierversuchen als zellschädigend und krebserregend erwiesen haben.

Oxalsäure ist ein Bestandteil vieler Pflanzen, entsteht im Körper aber auch als Endprodukt von Stoffwechselprozessen. Hier erfolgt zum einen eine Verbindung zu anderen Stoffen im Organismus, zum anderen werden die sogenannten Oxalate auch einfach ausgeschieden. Bei einer zu hohen Konzentration der Oxalate können die Substanzen nicht ausgeschieden werden und lagern sich ab. Die Folge sind nicht selten Nieren- oder Harnsteine, sodass Menschen mit einer Nierenerkrankung Rote Bete lieber meiden. alternativ reduziert das Kochen den Gehalt der Oxalsäure.

Weiterführendes

Wie du Rote Bete einkochen kannst, erfährst du hier:

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