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Passionsfrucht – aromatisch, exotisch und gesund

Die Passionsfrucht ist nicht nur aufgrund ihres exotischen Geschmacks ein echtes Highlight in der Küche. Die tropische Frucht ist zudem überaus gesund, da sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist und dadurch zahlreiche Beschwerden lindern kann. Oft herrscht jedoch Verwirrung bezüglich der Begriffe Maracuja und Passionsfrucht. Was ist gleich worin unterscheiden sich die Früchte? Und wozu kann man sie in der Küche verwenden?
Besonderheiten
  • im Handel meist Passionsfrucht
  • Maracuja für industrielle Fertigung
  • extrem gesund
  • beliebt in Süßspeisen
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Die Passionsfrucht ist eine wahre Vitaminbombe, die gleichzeitig jede Menge Inhaltsstoffe hat, die sich positiv auf den Stoffwechsel und das Nervensystem auswirkt. Zudem unterstützt der Verzehr einen gesunden Schlaf.
  • In Deutschland sind von rund 20 essbaren Sorten im Wesentlichen zwei bekannt. Im Handel findest du meist die kleineren violetten Passionsfrüchte, während die großen gelben Maracujas in der Regel in der industriellen Fertigung landen.
  • Neben dem Verzehr der rohen Früchte ist die Passionsfrucht vor allem als Zutat für Süßspeisen beliebt. Besonders raffiniert ist jedoch die Kombination mit Fischgerichten, Meeresfrüchten und als fruchtiges Dressing zu Salaten.

Passionsfrucht

Passionsfrucht oder Maracuja?

Streng genommen gehören Maracuja und Passionsfrucht zwar zur gleichen Pflanzengattung der Passionsblumen und gehören zu den Beeren, unterscheiden sich jedoch in Kleinigkeiten. Hierzulande hingegen werden die beiden Begriffe oft synonym verwendet. Die Unterschiede liegen nicht nur in der botanischen Bezeichnung, sondern auch in Aussehen und Geschmack.

Im Handel findest du vor allem die beiden Sorten Passiflora edulis (Passionsfrucht) und Passiflora flavicarpa (Maracuja). Erstgenannte hat eine braun-violette Schale, die runzelig wird, wenn die Reifung voranschreitet. Die Schale der flavicarpa ist gelb. Auch werden die Früchte der flavicarpa mit einer Länge von 8-12 Zentimeter deutlich größer als jene der edulis, welche etwa so groß wird wie ein Hühnerei. Die von Fruchtfleisch umgebenen Samen sind bei der flavicarpa schwarz, bei der edulis braun. Geschmacklich ist die Maracuja durch den höheren Säuregehalt etwas weniger aromatisch als die Passionsfrucht, gleichzeitig angeblich aber auch etwas süßer.

Welche Frucht sich tatsächlich in einem Fertigprodukt verbirgt, ist nicht eindeutig erkennbar. Oft werben Marken auf Produktbildern mit den dunklen Früchten, nutzen aber vielleicht Maracujas.

So gesund ist die Passionsfrucht

Passionsfrüchte gelten als besonders gesund. Sie enthalten nicht nur zahlreiche wertvolle Vitamine, sondern das in den Samen enthaltene Piceatannol wirkt sich positiv auf den menschlichen Stoffwechsel aus. Auch gibt es Inhaltsstoffe, die den Blutdruck und die Herzfrequenz übergewichtiger Menschen senken. Darüber hinaus soll der Verzehr einen gesunden Schlaf unterstützen.

Die Einnahme von Maracujaschalenextrakt reduziert die Schmerzen und Steifheit bei Patient*innen mit Knie-Osetoarthritis und führt allgemein zu einer Verbesserung der Körperfunktionen. Und auch bei Diabetikern wirkt sich das Schalenextrakt Studien zufolge positiv aus.

Wie viele Kalorien hat sie?

Mit rund 70-90 kcal auf 100 Gramm hat sie Passionsfrucht vergleichsweise viele Kalorien für ein Stück Ost. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass du 100 Gramm auf einen Schlag verzehren wird – schließlich eignet sich die Frucht eher für den Genuss zwischendurch. Der Fettgehalt liegt bei 0,7 Prozent.

Vitamine und Mineralstoffe

VitalstoffMenge je 100g
Natrium28.00 mg
Kalium267.00 mg
Calcium16.00 mg
Phosphor54.00 mg
Magnesium39.00 mg
Eisen1.10 mg
Vitamin A (Äquivalent)108.00 mcg
Vitamin E0.40 mg
Vitamin B10.02 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.10 mg
Vitamin B3 (Niacin)2.10 mg
Vitamin B60.40 mg
Vitamin C20.00 mg

Tipps zum Verzehr

Passionsfrüchte kannst du ganzjährig im Supermarkt erwerben. Je schrumpeliger dabei die Schale, desto reifer ist die Frucht. Lasse dich davon nicht täuschen – ist die Passionsfrucht reif, riecht sie zudem angenehm süßlich. Unreife Früchte hingegen solltest du nicht kaufen, denn die Früchte reifen nicht weiter nach.

Gekühlt hält sich die Frucht ca. 14 Tage, ungekühlt rund eine Woche. Anschließend ist sie aber nicht zwangsläufig schlecht. Manchmal täuscht der Eindruck und das Innere verliert mit der Zeit zwar an Saft, ist aber auch weiterhin höchst bekömmlich.

Die Passionsfrucht schneiden – analog zur Kiwi

Willst du die Frucht einfach roh essen, halbiere sie und löffle sie einfach wie eine Kiwi aus. Die Saftgewinnung geht hingegen mit einer Zitruspresse besonders einfach. Der Verzehr einer Passionsfrucht ist dabei allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Das Fruchtfleisch ist gallertartig und teilweise mit der Schale verbunden. Die Samen hingegen sind kernig und fest beim Draufbeißen. Das ist nicht jedermanns Geschmack, sodass einige Menschen den Saft vor dem Verzehr durch ein Sieb gießen.

So erkennst du, dass die Frucht reif ist

Da Passionsfrüchte nicht mehr entscheidend nachreifen, solltest du stets darauf achten, eine reife Frucht zu kaufen. Diese erkennst du an der leicht violetten, etwas schrumpeligen schale. diese sollte jedoch keine Druckstellen aufweisen. Grüne und sehr glatte Schalen deuten darauf hin, dass die Frucht noch nicht reif und daher wesentlich weniger aromatisch ist. Reife Früchte haben zudem einen intensiven, aromatischen Geruch.

Passionsfrucht-Rezepte

In der Küche kannst du sowohl die Samen als auch das Fruchtfleisch nutzen.

Der Klassiker zur Verwendung von Passionsfrucht in der Küche sind natürlich Süßspeisen vom Eis über Cremes oder Quarks. Doch gibt es auch raffinierte deftige Rezepte, die für wahre Geschmacksexplosionen sorgen. Besonders beliebt ist dabei die Kombination mit Fisch und Muscheln, aber auch Garnelen.

Daneben eignet sich Passionsfrucht auch hervorragend als Salatdressing, das durch seine süßliche Note für exotische Nuancen sorgt.

Bei den meisten Rezepten beschränkt sich die Menge der Passionsfrüchte jedoch auf geringe Mengen. Das ist zum einen dem intensiven Geschmack geschuldet. Vor allem aber ist der Kauf einzelner Früchte vergleichsweise teuer, sodass es hierzulande nicht wirklich praktikabel ist, z. B. auch Essig aus Passionsfrüchten herzustellen.

Passionsfrucht-Pflanze

Wenngleich die Pflanze, die bis zu 80 Meter weit ranken kann, in den Tropen heimisch ist, so kannst du sie auch hier kaufen. Beliebt ist die Passionsblume dabei vor allem aufgrund ihrer exotischen Blüten. Die Blätter sind immergrün und feingezahnt, die Blattoberseite ist glänzend und tiefgrün.

Problematisch ist allerdings, dass die Pflanzen nicht winterfest sind, sodass es praktisch keine Möglichkeit gibt, die Passionsfrucht draußen ranken zu lassen. So empfiehlt sich eigentlich nur die Haltung im Haus oder Wintergarten, wobei die Pflanzen durchaus Ansprüche an Licht und Bewässerung stellen und in der Regel keine Früchte wachsen werden.

Prachtvolle Blüten

Die Blüten der Passionsfrucht sind meist in verschiedenen Lilatönen mit einem auffälligen Stempel geformt. doch gibt es auch Pflanzen mit weißen Blüten, die nicht minder exotisch wirken. Der Name der Passionsblume stammt im Übrigen genau von jenen Blüten, in denen die in Südamerika eingewanderten Jesuiten ein Symbol für das Leiden Christi sahen. So symbolisierten die zehn Blütenblätter zehn der Apostel, die Nebenkrone die Dornenkrone und die fünf gelben Staubblätter die Wunden Christi.

Daneben werden der Blume einige esoterische Eigenschaften zugesagt. Wissenschaftlich erwiesen ist jedoch die Nutzung in der Kosmetik und der südamerikanischen Heilkunst.

Weiterführendes

Auch dieses Video verrät dir, wie du die Passionsfrucht selbst anbauen kannst

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