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Fisch auftauen ☀️ » so geht’s richtig

Fisch ist nicht nur lecker, sondern liefert dem Körper zudem eine ganze Reihe wichtiger Nährstoffe. Gleichzeitig gehört Fisch zu den empfindlichen Lebensmitteln, die schnell verderblich sind und ernsthafte Magenverstimmungen nach sich ziehen können. Entsprechend ist auch beim Auftauen von Fisch Vorsicht geboten, um zu verhindern, dass sich vor dem Verzehr gefährliche Keime bilden.
Besonderheiten
  • langsam auftauen
  • ggf. gefroren verarbeiten
  • Haltbarkeit prüfen
  • nicht wieder einfrieren
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Um sowohl den Geschmack als auch die Konsistenz optimal zu erhalten, sollte man Fisch möglichst schonend und langsam auftauen. Am besten nutzt du hierfür den Kühlschrank. Andere Methoden eignen sich eher für den Notfall.
  • Es gibt einige Zubereitungsmethoden, bei denen du Fisch auch direkt gefroren nutzen und auf das Auftauen verzichten kannst.
  • Prüfe Fisch vor der Zubereitung immer auf die Haltbarkeit. Neben einer gleichmäßigen Färbung ohne Flecken darf der Fisch nicht unangenehm streng oder sauer riechen (ein leichter Fischgeschmack ist hingegen in Ordnung).

Fisch vor dem Braten auftauen?

Bei Fisch ist es in der Regel wichtig, dass du ihn vor der Zubereitung vollständig auftaust und nicht einfach gefroren in die Pfanne gibst. Hier kann es sonst beim Kontakt mit heißem Öl zu einem Fettbrand kommen. Daneben kann auch die Qualität leiden, wenn die Hitze die Struktur des Fleisches zerstört.

Bei einigen Zubereitungsmethoden kannst du den Fisch auch direkt aus dem Gefrierfach heraus verarbeiten. Das ist z. B. bei einer Fischsuppe der Fall. Hier kannst du die Fischstücke einfach in das kochende Wasser geben. Auch beim Dünsten kannst du den Fisch direkt in die Brühe geben.

Für die Zubereitung im Backofen legst du den Fisch in eine Auflaufform und bestreichst ihn z. B. mit Olivenöl und Kräutern. Anschließend backst du ihn, bis das Fleisch nicht mehr durchscheinend ist und sich leicht teilen lässt.

Zum Grillen bestreichst du den Fisch mit Öl und wickelst ihn in Alufolie. So kannst du ihn einfach auf dem Grill braten.

Wichtig ist, dass du auch tiefgefrorenen Fisch vor der Zubereitung mit Wasser abspülst, um Ablagerungen zu entfernen.

Ist der Fisch noch genießbar?

Fisch kann auch in der Gefriertruhe ungenießbar werden. Überprüfe daher vor der Zubereitung, ob die Verpackung noch intakt ist. Ist das nicht der Fall, kann es zu Frostschäden gekommen sein. Gleichzeitig sollte die Haltbarkeit des Fisches nicht überschritten sein. Der Fisch sollte zudem frei von Flecken makellos aussehen und nicht streng riechen.

Auftauen im Kühlschrank

Die schonendste Methode, um Fisch aufzutauen, ist der Kühlschrank. Hier legst du den Fisch einfach eine Nacht vor der Zubereitung hinein, wo er langsam auftaut. Bei dieser Methode bleiben Geschmack und Konsistenz optimal erhalten.

Lege den Fisch dazu in ein ausreichend großes Gefäß mit einer Abdeckung. Das Tauwasser, das sich beim Auftauen bildet, solltest du im Anschluss weggießen und nicht weiterverwenden.

Bei Zimmertemperatur

Das Auftauen bei Zimmertemperatur ist vor allem energiesparend. Allerdings ist das Risiko hoch, dass sich Bakterien ansammeln. Verzichte dabei unbedingt darauf, den Fisch direkt in die Sonne oder in die Nähe einer Heizung zu stellen. Diese Methode solltest du daher wirklich nur im Notfall anwenden und den Fisch innerhalb von 2 Stunden zubereiten.

Im Wasserbad – funktioniert das?

Das Auftauen bei Zimmertemperatur mag zwar schneller gehen als im Kühlschrank, allerdings leidet auch die Qualität des Fisches unter dem Express-Auftauen. Besser geeignet ist ein Wasserbad, um Fisch möglichst schnell aufzutauen.

  • Lege den Fisch dazu in einen Gefrierbeutel und verschließe diesen wasserdicht.
  • Gib den Beutel in ein ausreichend großes Gefäß mit kaltem Wasser. Verzichte auf heißes Wasser, durch das der Fisch ungleichmäßig auftauen würde und so besonders anfällig gegenüber Bakterien wird.
  • Sorge dafür, dass sich der Gefrierbeutel mit dem Fisch vollständig unter Wasser befindet.
  • Nach rund einer Stunde sollte der Fisch aufgetaut und bereit für die Weiterverarbeitung sein. Diese sollte auch wirklich zeitnah erfolgen, um die Bildung von Bakterien zu vermeiden.

Dünne Filets kannst du einfach auch unter fließendem Wasser innerhalb von wenigen Minuten auftauen.

Noch schneller in der Mikrowelle

Das Auftauen in der Mikrowelle geht am schnellsten. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass der Fisch an Geschmack einbüßt und sich die Konsistenz verändert.

Lege den Fisch in ein mikrowellengeeignetes Gefäß und decke den Fisch ab. Stell die Mikrowelle auf 180 Watt oder nutze die Auftaufunktion und lasse den Fisch je 500 Gramm Gewicht für etwa 15 Minuten auftauen. Kontrolliere während des Auftauens immer wieder, ob der Fisch bereits aufgetaut ist, um zu verhindern, dass er bereits anfängt zu garen.

Fisch nach dem Auftauen wieder einfrieren?

Fisch, der bereits aufgetaut war, sollte nicht wieder eingefroren werden. Das birgt nicht nur die Gefahr der Belastung durch Keime, sondern auch ganz allgemein leidet die Qualität darunter.

Weiterführendes

Die Deutsche See gibt Tipps zum Auftauen von Fisch:

Hier findest du einige Tipps zum Braten von Tiefkühlfisch:

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