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Brotgewürz selber machen ☀️ » so funktioniert es

Zu jedem Brot gehört eine passende Würze. Diese unterscheidet sich hinsichtlich ihrer Zutaten und ihres Mischverhältnisses je nach Brotsorte teilweise deutlich voneinander. Während in Deutschland Fenchel, Anis, Kümmel und Piment weit verbreitet sind, würzen Italiener das Ciabatta gern auch mal mit mediterranen Kräutern. Doch nicht nur Bäckereien haben hier ihre Geheimrezepte – auch du kannst dir eine individuelles Brotgewürz selber machen.
Besonderheiten
  • 4 Grundzutaten
  • schnell zubereitet
  • vielseitige Variationen
  • steigert die Bekömmlichkeit
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Brotgewürz sorgt nicht nur für einen charakteristischen Duft und Geschmack beim Brot, sondern steigert zudem die Bekömmlichkeit.
  • Hierzulande gelten Fenchel, Anis, Kümmel und Koriander als essenzielle Grundzutaten, die in fast keinem Brot fehlen dürfen.
  • Daneben lässt sich das Brot durch eine ganze Reihe verschiedener Kräuter und Gewürze ganz dem individuellen Geschmack anpassen.

Wozu dient Brotgewürz?

Zugegebenermaßen: Nicht in jedem Brot steckt eine raffinierte Würzmischung. Vor allem Brote aus dem Norden Deutschlands bestehen oftmals nur aus Mehl, Wasser und Salz. Je weiter südlich die Reise geht, desto weiter verbreitet sind jedoch aromatische Gewürze im Brot.

Die Zutaten unterscheiden sich teilweise regional, sodass es eine enorme Vielfalt verschiedener Brotsorten gibt, die sich in Geschmack und Duft unterscheiden. Gleichzeitig dienen die Gewürze dazu, die Bekömmlichkeit zu verbessern.

Beim häuslichen Backen greifen viele in Ermangelung eines passenden Gewürzes einfach zu mehr Salz. Das ist allerdings für den Körper ungesund, sodass es viel sinnvoller ist, sich ein eigenes Brotgewürz herzustellen. Das hat direkt auch den Vorteil, dass es keine Inhaltsstoffe enthält, die du entweder nicht magst oder nicht verträgst.

Brotgewürz – das ist drin

Eine feste Zutatenliste für Brotgewürz gibt es nicht. Dennoch lässt sich wohl behaupten, dass kaum ein deutsches Brot ohne Kümmel, Fenchel, Anis und Koriander auskommt. So sehr diese Komponenten bei vielen Menschen Abneigung hervorrufen – im Brot schmeckt man sie absolut nicht raus. Stattdessen harmonieren sie hervorragend und ergänzen sich einander sehr gut.

  • Schwarzer Kümmel gilt als appetitanregend und verdauungsfördernd.
  • Echter Sternanis hat eine anregende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt.
  • Fenchel hat eine beruhigende Wirkung auf die Verdauung und ist bei einem großen Völlegefühlsehr bekömmlich.
  • Koriandersamen sind deutlich weniger aromatisch als die Blätter. Sie regen den Appetit und die Verdauung an und wirken mitunter krampflösend.

Weitere Zutaten

Die vier Zutaten sind praktisch universell einsetzbar. Natürlich kannst du nach Belieben weitere hinzufügen. Weitere beliebte Möglichkeiten sind hier z. B.:

  • geriebene Muskatnuss (gegen Blähungen, Verdauungsbeschwerden)
  • gemahlenen Kardamom (bei Kopfschmerzen, Depressionen, Entzündungen)
  • Bockshornklee (Stärkung von Leber und Dickdarm)
  • Schabzigerklee (appetit- und verdauungsanregend)
  • Zimt (unter anderem Stärkung des Magens)
  • Pfeffer (appetitanregend und verdauungsfördernd)
  • 4-6 Gewürznelken (leber-, magen- und hirnstärkend)

Kräuter für das besondere Aroma

Sowohl heimische Wildkräuter als auch mediterrane Kräuter verleihen einem Brot ein ganz besonderes Aroma, das du z. B. nutzen kannst, wenn du das Brot als Beilage zum Grillen oder einem Salat servierst.

  • Gundermann
  • Brennnesselsamen
  • Löwenzahn
  • Sauerampfer
  • Rosmarin
  • Majoran
  • Salbei
  • Lavendel
  • Minze
  • Dill
  • Schnittlauch

Und dann sind da natürlich noch Oliven, getrocknete Tomaten, Röstzwiebeln oder Chiliflocken, mit denen du dem Brot zu einem speziellen Charakter verhelfen kannst.

Brotgewürz selber machen – einige Rezepte

Je nach Würzmischung erhält ein Brot eine sehr individuelle Geschmacksnote. Die Vielfalt spiegelt sich in den folgenden Rezepten wider, die wir für dich zusammengestellt haben. Um den Geschmack jeweils zu intensivieren, empfiehlt es sich, einige Zutaten vorher mit einem Stößel zu zerkleinern. So entfalten sie ihr volles Aroma erst richtig.

Gewürz Zutaten
Fränkisches Brotgewürz
  • 4 TL Koriandersamen
  • 3 TL Fenchelsamen
  • 3 TL Kümmel
Würzmischung für Ciabatta-Brot
  • 2 TL getrockneten Basilikum
  • 2 TL getrockneten Thymian
  • 2 TL getrockneten Oregano
  • 2 TL getrocknete Zwiebeln
  • 2 TL Knoblauchgranulat
Brotgewürz für Zwiebelbrot
  • 4 TL geröstete Zwiebeln
  • 2 TL Koriander
  • 2 TL Piment
  • 2 TL Kümmel
Würze mit Anisgeschmack
  • 3 TL Anissamen
  • 3 TL Kümmelsamen
  • 2 TL Fenchelsamen
  • 2 TL Koriandersamen

Schritt für Schritt

  • Vermische die Zutaten miteinander.
  • Sind diese noch nicht zermahlen, zerkleinere sie in einer Gewürzmühle oder einer gut gereinigten Kaffeemühle.
  • Vor der Verwendung von Kräutern trockne diese nach dem Waschen für einige Stunden im Ofen. Zerreibe diese oder gib sie in einen Mörser.
  • Gib die Mischung zur Lagerung in ein luftdichtes Gefäß.

Die richtige Dosierung

Damit das Brot nicht zu würzig wird, empfiehlt sich eine Menge von etwa 1-2 Teelöffeln Brotgewürz je 500 Gramm Mehl für den Teig. Oben auf das Brot kannst du dann weitere 0,5 bis zu maximal einem Teelöffel weiteres Gewürz geben.

Weiterführendes

Dieses Video zeigt dir, wie du Brotgewürz selber machen kannst:

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